Am Freitag Abend hatte ich einen Ecuadorianer namens Kevin kennengelernt und ihn gefragt, ob er mit mir ins Centro Histórico gehen würde. Dann haben sich noch Runa, Anna aus Runas Apartment und eine Isabella, die Runa auch am Freitag kennengelernt hatte, angeschlossen. Wir sind mit dem Metrobus ins Zentrum gefahren. Kevin hatte uns am Anfang gleich eindringlich gewarnt, dass wir gut auf unsere Sachen aufpassen sollen. Trotzdem fehlte Anna, als wir ausstiegen, ihr Handy. Es war ihr tatsächlich geklaut worden. Darüber war sie natürlich ziemlich unglücklich.
Wir sind dann trotzdem zur Basilica gegangen und dort auf den Turm hochgestiegen. Es ging eine ziemlich luftige Leiter nach oben, aber am Ende wurden wir mit einer tollen Aussicht belohnt! Man konnte echt ziemlich weit sehen. Danach sind wir ins eigentliche historische Zentrum gegangen (die Basilica ist etwas außerhalb) und dort erst mal zu einem Schwarzmarkt. Kevin meinte, vielleicht hat der Dieb Annas Handy dort schon hingebracht und sie könnte es dort zurückkaufen. Ist halt praktisch, einen Ortskundigen dabeizuhaben 😉 Wir hatten allerdings kein Glück und sind dort auch lieber schnell wieder verschwunden, war schon ein etwas zwielichtiger Ort und wir wollten nicht noch mehr beklaut werden ^^‘
Weiter gings dann zur Plaza de la Independencia, die auch Plaza Grande genannt wird. Dort befinden sich die Kathedrale, der erzbischöfliche Palast (Palacio Arzobispal), der Regierungspalast und das Rathaus. Dieser Platz ist damit das Zentrum der Nation. Der Platz selbst ist eine sehr schöne Gartenanlage, wo immer viele Menschen auf den vielen Bänken sitzen, vor allem Ältere. Deshalb wird der Platz im Volksmund auch „Platz der Alten“ genannt.
Runa und ich hatten schon seit einer Zeit Hunger, weshalb wir dann Pizza essen gegangen sind (also nur Runa und ich, die anderen haben nur was getrunken). Danach sind die drei Mädels allerdings heimgegangen.
So blieben nur noch Kevin und ich übrig. Wir sind dann zur Iglesia de San Francisco gegangen und auch in die Kirche hinein. Kevin hat mit erzählt, dass er im dazugehörenden Convent früher mal zur Schule gegangen ist. Wir sind dann noch ein bisschen weiter durch die Straßen gelaufen, zur Calle de la Ronda. Das ist die älteste Straße Quitos, in der es kleine Handwerkerläden und Kunstausstellungen gibt und die abends ein beliebtes Ausgehviertel ist. Sie ist wirklich hübsch, eine enge gepflasterte Gasse mit bunten Häusern und quer darüber gespannten Wimpeln. In einem kleinen Eiscafé haben wir auch ein Eis gegessen. Danach haben wir uns noch auf eine Wiese gesetzt und ein bisschen geredet. Gegen fünf musste Kevin allerdings leider nach hause gehen, da in der nächsten Woche Klausurenwoche war und er noch lernen musste.
Es war ein schöner kleiner Ausflug! 🙂













